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Der männliche Hodensack (lat. Skrotum) ist eine Haut- und Muskeltasche und ummantelt und schützt die beiden Nebenhoden und Hoden. Die Hoden als Produktionsort der Spermien und der männlichen Geschlechtshormone wurden von der Natur „bewusst“ außerhalb der Körperhöhle verlegt, damit sie nicht der durchschnittlichen, für die Spermien zu hohen Körpertemperatur von ca. 36 Grad Celsius ausgesetzt sind. Mehrere Schichten umgeben die Hoden, zuständig für die Bewegungen des Hodensacks ist vor allem der Hodenhebermuskel (Musculus cremaster). Bei niedriger Temperatur oder Erregung kontrahiert er und zieht die Haut des Hodensacks und die Hoden selbst nach oben in Richtung Körper.
Ein übermäßig stark hängender, großer Hodensack kann verschiedene Ursachen haben, die vor einem chirurgischen Eingriff abgeklärt werden müssen:
- mit zunehmendem Alter lässt der Tonus des Hodenhebermuskels nach, und die Haut erschlafft
- Erkrankungen der Venen durch Krampfadern (Varikozele), Wasserbruch (Hydrocele testis, eine Flüssigkeitsansammlung in den Hodenhüllen), Leistenbruch oder Hoden(sack)bruch.
- angeborene Bindegewebsschwäche oder ein von Geburt an zu schwacher Hodenhebermuskel
Dem Beweggrund, sich einer chirurgischen Hodensackstraffung zu unterziehen, können wie so oft in der ästhetisch-plastischen Medizin kosmetische oder funktionale Motive zugrunde liegen. Neben der optischen Disharmonie, den ein hängender Hodensack mit einem oder zwei hängenden Hoden verursacht, kann das Scheuern des Hodensacks gegen die Innenseite der Oberschenkel zu Juckreiz und Hautirritationen führen. Bei extremer Ausprägung von hängenden Hoden bekommt der betroffene Mann evtl. Probleme mit dem Fahrradfahren oder anderen sitzenden Tätigkeiten.
Größten Wert legt der Chirurg bei einer operativen Hodensackverkleinerung bzw. Hodensackstraffung auf die Erhaltung der wichtigsten Funktion des Hodens, nämlich Spermien zu produzieren. Daneben zielt der Operateur auf ein möglichst natürliches Ergebnis ab, sodass Penis und Hodensack in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Vorgehen und Risiken einer Hodensackstraffung / Hodensackverkleinerung in der Alster-Klinik Hamburg
Die operative Hodensackstraffung stellt in der Regel einen kosmetischen Eingriff dar, der ambulant bei örtlicher Betäubung oder in einer kurzen Narkose erfolgt.
Zwar handelt es sich bei einer Verkleinerung des Hodensacks um keine schwerwiegende, anspruchsvolle Operation, aber weil sie im Intimbereich durchgeführt wird, raten wir zu einer spezialisierten Fachklinik mit erfahrenen Chirurgen. Nach dem Setzen eines Schnittes wird die überschüssige Haut und evtl. Gewebe dauerhaft entfernt, die Wunde anschließend mit sich selbst auflösenden Fäden in mehreren Schichten sorgfältig vernäht. Die Narbe verläuft in der sogenannten Raphe, der Verwachsungslinie zwischen Hodensack und Penis und bleibt sehr unauffällig.
Ablauf und Heilung – Ihr Zeitplan
- VorabBeratung und Abklärung
Wir klären, woher der Hautüberschuss kommt. Ursachen wie Krampfadern (Varikozele), ein Wasserbruch oder ein Leisten- oder Hodensackbruch werden vor dem Eingriff abgeklärt.
- OP-TagDer Eingriff
Etwa 60 bis 90 Minuten, ambulant in örtlicher Betäubung, auf Wunsch mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose. Die Wunde wird mit sich selbst auflösenden Fäden in mehreren Schichten vernäht.
- Erste TageKühlen und schonen
Schwellungen, leichte Schmerzen, Spannungsgefühle und gelegentlich Blutergüsse sind normal. Kühlung, Schonung und lockere Kleidung helfen bei der Heilung.
- Nach etwa einer WocheZurück in den Alltag
Leichten Tätigkeiten gehen Sie meist schon nach wenigen Tagen nach, gesellschaftsfähig sind Sie nach etwa einer Woche.
- Woche 3 bis 6Sport und Sexualität
Körperliche Belastung, Sport und Sex meiden Sie etwa drei bis vier Wochen. Uneingeschränkt Sport treiben können Sie nach vier bis sechs Wochen.
- Nach einigen WochenDas Ergebnis
Nach dem Rückgang der Schwellungen zeigt sich das Ergebnis zunehmend deutlicher. Die Straffung ist langfristig stabil.
Ist eine Hodensackstraffung mit Risiken verbunden?
Ja. Jeder Fremdeingriff in den menschlichen Körper ist mit Risiken verbunden. Neben Unverträglichkeiten gegenüber eingesetzten Medikamenten kann es zu Störungen im Wundheilungsprozess kommen. Auch eine örtliche oder Vollnarkose birgt immer ein Risiko. Da wir in der Alster-Klinik Hamburg jeden einzelnen Fall und die zum Einsatz kommende Methode/Technik individuell bewerten müssen, bitten wir Sie, sich über mögliche Risiken vor, während und nach dem Eingriff in einem persönlichen Gespräch zu informieren.
Weitere Eingriffe für Männer
Im Intimbereich
Auch eine Penisverlängerung oder -verdickung gehört zu unseren Eingriffen im Intimbereich.
Brust und Körper
Eine vergrößerte Männerbrust oder hartnäckige Fettpolster behandeln wir ebenfalls.




