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Ohrläppchen nach Piercing, Tunnel oder Riss
Durch das Stechen (Piercing) des Ohrläppchens oder anderer Körperstellen entsteht nach einiger Tragezeit des Schmucks eine neue Gewebeschicht auf allen Seiten der Wunde, die ein Zusammenwachsen dauerhaft verhindert. Somit bleiben die Defekte, die Löcher, ein Leben lang erhalten und können durch sich ansammelndes Sekret oder Schmutz zu chronischen Entzündungen führen oder genau das Gegenteil von dem bewirken, wofür sie ursprünglich gedacht waren: man empfindet sie irgendwann als ästhetisch störend.
Durch übermäßiges Tragen von schwerem Ohrschmuck oder durch Zug am Ohrring kann das Ohrläppchen reißen und ein gespaltenes Ohrläppchen hinterlassen. Auch extreme Piercings, bei denen der gestochene Kanal mittels entsprechend großem Schmuck in großem Durchmesser dauerhaft gedehnt wird (flesh tunnel, Fleischtunnel) hinterlassen große Löcher, welche nicht mehr von selbst heilen und sich schließen können und sind häufig ein Beweggrund für eine Ohrläppchenrekonstruktion.
Zu große, zu lange oder angewachsene Ohrläppchen sowie angeborene oder durch Unfälle oder Tumore erworbene Fehlbildungen können ebenfalls eine Indikation für eine Rekonstruktion des Ohrläppchens sein.
Was sich korrigieren lässt
Eingerissenes Ohrläppchen
Schwerer Schmuck oder Zug am Ohrring kann das Ohrläppchen spalten. Die verheilten Ränder werden entfernt und das Ohrläppchen neu vernäht.
Tunnel und ausgeleierte Ohrlöcher
Nach einem Flesh Tunnel oder durch schweren Ohrschmuck gedehnte Löcher schließen sich nicht mehr von selbst. Die Gewebeschicht im Loch wird entfernt, das Ohrläppchen verschlossen und neu geformt. Später kann ein neues Ohrloch gesetzt werden.
Zu große oder zu lange Ohrläppchen
Überschüssiges Gewebe wird entfernt und das Ohrläppchen neu geformt, etwa bei altersbedingt erschlaffter Haut.
Angewachsene Ohrläppchen und Fehlbildungen
Auch angewachsene Ohrläppchen sowie angeborene oder durch Unfälle oder Tumore erworbene Fehlbildungen können ein Grund für eine Rekonstruktion sein.
Vorgehen und Risiken der Ohrläppchenkorrektur in der Alster-Klinik Hamburg
Für die Formkorrektur und Rekonstruktion der Ohrläppchen stehen uns verschiedene narbensparende Techniken zur Verfügung, die je nach individueller Problemstellung diskutiert und ausgewählt werden. Jede einzelne Methode verlangt eine vorsichtige, vollständige Entfernung der gewachsenen Narbengewebsschicht, bevor das Ohrläppchen plastisch wieder natürlich geformt werden kann. Die Eingriffe erfolgen in der Regel bei örtlicher Betäubung.
Ablauf und Heilung – Ihr Zeitplan
- VorabBeratung
Wir sehen uns Ihr Ohrläppchen an und wählen die passende narbensparende Technik.
- OP-TagDer Eingriff
Etwa 30 bis 60 Minuten in örtlicher Betäubung, ambulant. Duschen ist sofort möglich.
- Nach 1 bis 2 TagenZurück in den Alltag
Gesellschaftsfähig sind Sie nach ein bis zwei Tagen. Belasten Sie das Ohr in den ersten Tagen möglichst nicht, also kein schwerer Schmuck, kein Druck und kein Zug.
- Nach 2 bis 3 WochenFäden und Sport
Die Fäden werden nach 14 bis 21 Tagen entfernt. Sport ist nach etwa zwei Wochen wieder uneingeschränkt möglich.
- Nach 4 bis 6 WochenDas Ergebnis
Meist ist das Ergebnis jetzt stabil. Auf neue Ohrlöcher und Ohrringe verzichten Sie einige Wochen, oft sechs, danach kann bei Bedarf ein neues Ohrloch gesetzt werden.
Ist die Wiederherstellung des Ohrläppchens mit Risiken verbunden?
Ja. Jeder Fremdeingriff in den menschlichen Körper ist mit Risiken verbunden. Neben Unverträglichkeiten gegenüber eingesetzten Medikamenten kann es zu Störungen im Wundheilungsprozess kommen. Auch eine örtliche oder Vollnarkose birgt immer ein Risiko. Da wir in der Alster-Klinik Hamburg jeden einzelnen Fall und die zum Einsatz kommende Methode/Technik individuell bewerten müssen, bitten wir Sie, sich über mögliche Risiken vor, während und nach dem Eingriff in einem persönlichen Gespräch zu informieren.
Ohren und Narben
Ohren und Kosten
Stehen die Ohren ab oder wirken sie zu groß, hilft eine Ohrenkorrektur. Die Ab-Preise für Ohren und Ohrläppchen stehen auf der Kostenseite.
Auffällige Narben
Störende Narben, etwa nach früheren Eingriffen, lassen sich unauffälliger machen.





